PROF. DR. JUR. DIPL. SC. POL. ALFRED BÜLLESBACH

Nach Abschluss der Handelsschule mit der mittleren Reife, einem Ausbil-
dungsverhältnis bei der AOK in Mühldorf am Inn und nach Ableistung seiner
Wehrdienstzeit, erwarb Alfred Büllesbach 1968 die Allgemeine Hochschulreife
im zweiten Bildungsweg am München-Kolleg. Das Studium der Fächer Politik-
wissenschaften,Volkswirtschaft, Soziologie und Philosophie schloss Alfred
Büllesbach 1972 mit dem Diplom in Politischer Wissenschaft (Dipl.sc.pol.) an
der philosophischen Fakultät I und das juristische Studium 1978 an der juri-
stischen Fakultät der Universität München mit dem zweiten Staatsexamen ab.
Als wissenschaftlicher Mitarbeiter war er von 1973 bis 1979 am Institut für
Rechtsphilosophie, Rechtsinformatik sowie Strafrecht/ Strafprozessrecht und
Kriminologie tätig. Unter der Betreuung von Prof. Dr. Arthur Kaufmann wurde
Alfred Büllesbach an der Juristischen Fakultät der Universität München 1984
zum Dr. jur. mit einer Arbeit über Informationstechnologie und Datenschutz
promoviert.

Zum Landesbeauftragten für den Datenschutz der Freien Hansestadt Bremen
wurde Alfred Büllesbach am 1. Juli 1983 bestellt, nachdem er bereits seit März
1979 als Vertreter des Landesbeauftragten tätig gewesen war.

Die Bereichsleitung »IV-Sicherheit und Datenschutz« im debis Systemhaus
und in der debis AG übernahm Alfred Büllesbach am 1. September 1990 und
wechselte damit in die Wirtschaft. Zeitweise leitete er zusätzlich den Bereich
»Rechts- und Vertragswesen« des debis Systemhauses. Zum Konzern-
beauftragten für den Datenschutz der damaligen Daimler-Benz AG wurde
Büllesbach 1995 bestellt. Mit der Gründung der DaimlerChrysler AG über-
nahm Alfred Büllesbach schließlich seine heutige Tätigkeit als Konzernbeauf-
tragter für den Datenschutz der DaimlerChrysler AG einschließlich ihrer Be-
teiligungen mit weltweiter Verantwortung.

Akademisch war Alfred Büllesbach in seiner Bremer Zeit jahrelang als
Lehrbeauftragter im Fachbereich Rechtswissenschaft sowie im Fachbereich
Mathematik und Informatik tätig. Die »Honorarprofessur« für das Fach »Ange-
wandte Informatik mit dem Schwerpunkt Rechtsinformatik« erhielt Alfred
Büllesbach 1991 von der Freien Hansestadt Bremen. Sie würdigte auf dieser
Weise sein umfangreiches Engagement für den Datenschutz, insbesondere für
die Integration der technischen, organisatorischen, gesellschaftlichen und
rechtlichen Gestaltung der Informations- und Kommunikationstechniken.

Als Mitglied war Büllesbach in der »Gesellschaft für Recht und Verwal-
tungsinformatik« seit 1975 an verschiedenen Kolloquien, Projekten und wis-
senschaftlichen Jahrestagungen beteiligt. Nach ihrer Verschmelzung mit der
»Deutschen Gesellschaft für Informatik und Recht« zur »Deutschen Gesell-
schaft für Recht und Informatik (DGRI e.V.)« übernahm Büllesbach 1992 die
Leitung des Fachausschusses Datenschutz. 1997 wurde Alfred Büllesbach
Mitglied des Vorstandes, 1999 zum ersten Vorsitzenden des Vorstandes der
DGRI e.V. gewählt und im Jahr 2001 im Amt bestätigt.